Sizilien Barock


 

1. Tag: Anreise und Catania und Syrakus
 
Abfahrt mit dem Bus zum Flughafen Luxemburg. 06:00 Uhr Abflug mit Luxair nach Catania. Ankunft in Catania 08:25 Uhr. Anschließend beginnt die Rundreise. Das erste Ziel ist die Stadt Syrakus. In der Antike war die Stadt über mehrere Jahrhunderte die größte und mächtigste Stadt Siziliens und dessen kulturelles Zentrum. Syrakus ist schon allein eine Reise wert. Die fantastische Lage im Südosten Siziliens mit der vorgelagerten Insel Ortygia und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten und antiken Ausgrabungen aus der jahrtausendalten Geschichte machen Syrakus zu einer besonderen sizilianischen Attraktion.
 
2. Tag: Ragusa 
 
Nach dem Frühstück fahren Sie nach Ragusa. Die Stadt mit ca. 74.000 Einwohnern ist auch Provinzhauptstadt der Provinz Ragusa. Sie ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die 2002 von der UNESCO zum UNESCO-Welterbe erklärt worden sind. Der Stadtkern besteht aus zwei Teilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Im Osten liegt an der Stelle der alten Stadt die Unterstadt Ragusa Ibla mit prächtigen Bauten im Stil des sizilianischen Barocks aus dem 18. Jahrhundert.
Hier befindet sich ein großer Teil barocker Kirchen und Paläste. Auf einer Anhöhe im Westen liegt die ebenfalls im 18. Jahrhundert eher nüchtern und geometrisch angelegte Oberstadt Ragusa Superiore. Hier lebt der größere Teil der Stadtbewohner. Neben den Verwaltungsgebäuden der Stadt steht hier die Kathedrale San Giovanni Battista. Verbunden sind die beiden Stadtteile über drei Brücken. Die älteste Brücke, Ponte dei Cappuccini oder auch Ponte Vecchio, stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist 114 m lang und führt in 40 m Höhe über einen alten Steinbruch. 
 
3. Tag: Modica und die besondere Schokolade
 
Nach dem Frühstück fahren Sie nach Modica. Die Stadt wurde von den Sikulern unter dem Namen Motyka gegründet und in späteren Zeiten von Griechen und Römern bewohnt, von deren Präsenz sich aber kaum nennenswerte Spuren erhalten haben. Die Araber eroberten 845 die Stadt und nannten sie Mohac. Im 11. Jahrhundert übernahmen die Normannen, angeführt von Roger I., die Stadt. 
Modica wurde wie andere Städte im Val di Noto durch das schwere Erdbeben vom 9. Januar 1693 zerstört, bei dem in Sizilien 60.000 Menschen ums Leben kamen. Im Stil des sizilianischen Barocks wieder aufgebaut, ist Modica trotz zweier Überflutungen 1833 und 1902 heute ein ruhiges Regionalzentrum mit einem der schönsten Stadtbilder im Stil des sizilianischen Barocks. 
Die Schokolade die in Modica produziert wird, wurde im Gegensatz zu anderen Produkten aus aller Welt nie industriell hergestellt und hat deshalb im Lauf der Jahrhunderte einen authentischen Geschmack beibehalten, der auf der Reinheit der Zutaten und Produktion basiert, weshalb sie das Etikett eines IGP (italienische Qualitäts- und Herkunftsgarantie) trägt. Bei der Besichtigung der Schokoladenherstellung wird Ihnen die Besonderheit dieses Produkt nähergebracht. Anschließend fahren Sie zurück zum Hotel.    
 
4. Tag: Noto und Marzamemi 
 
Nach dem Frühstück fahren Sie nach Noto. Etwa 6 km nordwestlich der heutigen Stadt liegt das antike Neton (lateinisch Netum, heute Noto Antica oder Noto Vecchia genannt). Neton, von den Sikelern gegründet, geriet schon früh in den Machtbereich von Syrakus. Ab 263 v. Chr. wurde die Stadt offiziell von Hieron II. beherrscht, später kam sie als civitas foederata unter römische Herrschaft. Ausgrabungen brachten die sikelische Nekropole, hellenistische Gräber und Katakomben zum Vorschein. Unter den Arabern (ab 862) erlangte Noto im Mittelalter überregionale Bedeutung und war bis 1091 die letzte muslimische Bastion in Italien. Die heutige Stadt entstand ab 1703 südöstlich von Noto Antica, das 1693 durch ein Erdbeben komplett zerstört worden war. Daraufhin wurde Noto planmäßig und einheitlich im Stil des sizilianischen Barocks neu aufgebaut. Stadtbaumeister war Rosario Gagliardi. Auch der Architekt Vincenzo Sinatra trug mit seinen Bauten zum heutigen Stadtbild bei. 
Marzamemi ist eines der authentischsten und faszinierendsten Fischerstädtchen an der sizilianischen Ostküste. Es liegt 3 km von Pachino entfernt in der Provinz Syrakus und wird bespült vom tiefblauen Ionischen Meer, das hier an der Küste zwei kleine natürliche Häfen namens „Fossa“ und „Balata“ bildet, in denen die typischen bunten Boote der sizilianischen Fischer schaukel. Das „verzauberte Dorf“, wie Marzamemi auch genannt wird, entwickelt sich um die berühmte alte Tonnara di Marzamemi herum, die seit der Araberzeit als eine der größten und produktivsten Anlagen für den Thunfischfang bekannt war. Hier wurde der üppige Fang verarbeitet und in Salz oder Öl eingelegt konserviert. Heute sind die Tonnara, der Palazzo Villadorata (einst die Residenz des Eigentümers) und die angrenzenden Lagerräume gekonnt renoviert und dienen teils als Touristenwohnungen, teils als eleganter Rahmen für die typisch sizilianischen Familienfeiern und Bankette.

5. Tag: Das Schloss Donnafugata und Wein
 
Nach dem Frühstück fahren Sie zum Schloss Donnafugata. Der ursprüngliche Bau wurde im 14. Jahrhundert von der Familie Chiaramonte in Auftrag gegeben. Auf den Grundmauern dieses Anwesens ließ Corrado Arezzo Barone di Donnafugata (1824–1895) in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das heutige Palastgebäude errichten. Ende des 20. Jahrhunderts wurde es gründlich restauriert. Der in quadratischer Form gehaltene Palast, mit einer venezianische Hauptfassade, eine im gotischen Stil errichtete Loggia und von Zinnen gekrönt wird, besitzt eine Wohnfläche von 2.500 Quadratmetern, die sich auf 122 Zimmer verteilen. Die eindrucksvollsten Räume stellen z. B. der Wappensalon, die umfangreiche Bibliothek, der Billardsalon, das mit kostbarem Intarsienmobiliar eingerichtete Bischofszimmer, der Frauensaal, das Rauch- und Musikzimmer sowie der Spiegelsaal dar. Darüber hinaus finden sich beispielsweise einige Theaterräume sowie Kapellen.
Für den Namen Donnafugata (übersetzt: Frau auf der Flucht) gibt es verschiedene Ableitungen. Zum einen wird er in Verbindung gebracht mit einer Enkelin des Schlossherren, die um 1900 gemeinsam mit einem Liebhaber bei Nacht und Nebel aus dem Palast flüchtete. Andererseits wird er abgeleitet von dem arabischen Begriff ain as jafaiat (deutsch: Quelle der Gesundheit), da die Umgebung Ragusas im Gegensatz zur sonst eher trockenen Region reich an Quellwasser war. Aus dem Fonte della salute wurde im Sizilianischen Ronnafuata und schließlich Donnafugata. 
 
6. Tag: Caltagirone und Piazza Armerina
 
Nach dem Frühstück geht es Richtung Norden nach Caltagirone. Die heutige Stadt wurde im 9. Jahrhundert von den Arabern gegründet, die hier eine Festung bauten und sie Qalat-al-Ghiran (Burg über den Höhlen, in lateinischen Quellen Calatagerun) nannten. Die Festung wurde von einer Gruppe Ligurer im Jahr 1030 erobert, sie konnten die Stadt aber nicht lange halten. Auch nach der Eroberung Siziliens durch die Normannen zwischen 1061 und 1091 blieb Caltagirone arabisch. 1161 flohen vertriebene Araber aus den Nachbarorten nach Caltagirone. Unter der Herrschaft von Friedrich II. ab dem Jahr 1207 wuchs die Stadt weiter. Ab dem 15. Jahrhundert entwickelte sich Caltagirone zur Stadt der Töpferkunst. Zu dieser Zeit wohnten hier etwa 20.000 Menschen und etwa 1000 übten den Beruf des Keramikers aus. Bis heute gilt Caltagirone als die „Keramikhauptstadt“ Siziliens. Das Erdbeben 1693 im Val di Noto zerstörte die Stadt. Sie wurde an gleicher Stelle im Laufe von etwa zehn Jahren im Stil des sizilianischen Barocks wieder aufgebaut. 
Eine Besonderheit ist die Freitreppe Santa Maria del Monte, erbaut 1606 und ursprünglich als Straße geplant, um den oberen Stadtteil mit dem unteren zu verbinden, die 142 Stufen sind seit 1954 mit handgemalter Keramik verkleidet, die die Geschichte der Keramik-Erstellung zeigen. 
Anschließend fahren Sie weiter nach Piazza Armerina. Die Villa Romana del Casale (Römische Villa von Casale) ist eine spätrömische Villa in der Nähe der Stadt. Sie wird oft einfach als Villa del Casale oder Villa von Piazza Armerina bezeichnet. Die Villa ist ein wichtiges Denkmal des römischen Siziliens und berühmt für ihre Bodenmosaiken. 1997 erklärte die UNESCO die Villa Romana del Casale zum Weltkulturerbe. Der Boden fast aller Räume des Anwesens ist mit Mosaiken aus farbigen Tesserae bedeckt, die insgesamt eine Fläche von rund 3.500 m² bedecken, mehr als in jedem anderen bekannten Gebäude des römischen Reichs. Die stilistischen Unterschiede zwischen den Mosaiken der verschiedenen Bereiche sind sehr gut sichtbar. Dies weist jedoch nicht auf eine Ausführung in verschiedenen Epochen hin, sondern auf verschiedene Werkstätten, die unterschiedliche Modellalben (Vorlagenbücher) verwendeten. Der Stil der Mosaiken verrät den Einfluss nordafrikanischer Künstler, die möglicherweise die Arbeiten auch ausführten. 
Die erste Ausgrabung begann 1929 unter Paolo Orsi, nachdem die Gemeinde einen Teil des Geländes erworben hatte. Dabei wurde das Triclinium ausgegraben. Nachdem die Mosaiken fotografiert worden waren, ließ Orsi sie jedoch zum Schutz vor Verwitterung wieder zuschütten. Weitere Ausgrabungen fanden von 1935 bis 1941 unter Giuseppe Cultrera statt, nachdem die Gemeinde weitere Teile des Geländes erworben hatte. Auch sie konzentrierten sich auf das Triclinium und seine Umgebung. Dabei wurden die Mosaiken jedoch nicht wieder zugeschüttet, sondern konserviert. In der dritten Grabungsperiode von 1950 bis 1954 unter Gino Vinicio Gentili wurden die restlichen Teile der Villa freigelegt. Weitere kleinere Ausgrabungen wurden 1970 unter Andrea Carandini und 1983–1985 durchgeführt. Sie fahren weiter Richtung Catania nach Acireale zu ihrem Hotel Santa Tecla.
 
7. Tag: Ätna und Bronte
 
Nach dem Frühstück fahren sie mit dem Bus nach Randazzo. Einst war Randazzo von einer etwa drei Meilen langen Befestigungsmauer aus der Zeit der Staufferherrschaft umgeben, zu der acht befestigte Türme gehörten und durch die insgesamt zwölf Stadttore führten. Die antike Mauer ist heute nur noch an vereinzelten Stellen erkennbar und es sind nur noch ein Turm (das Kastell) und vier Tore erhalten geblieben: Das Aragonesische Tor (Porta Aragonese) gehört zum längsten noch erhaltenen Teil der Mauer und verdankt seinen Namen König Peter III. von Aragon, der auf Sizilien bis 1285 herrschte und das Tor restaurieren und mit einem Konterfei seiner Ehefrau Konstanze schmücken ließ. Das Tor des Hl. Joseph (Porta di S. Giuseppe) führt auf eine kleine Treppe und trägt den Namen der Kirche, die einst in der Nähe stand.
Mit der Ferrovia Circumetnea (FCE), auch Circumetnea, fahren Sie Richtung Bronte. Die 950-mm-Schmalspurbahn führt fast rund um den Ätna. Sie ist die letzte Strecke des ehemals ausgedehnten Schmalspurbahnnetzes Siziliens. Bei dieser Bahnfahrt werden Sie die schöne Landschaft und den Ätna aus einem anderen Blickwinkel sehen.
Am Bahnhof von Bronte endet die Bahnfahrt. Bronte wird auch die Stadt der Pistazien genannt. In dieser Stadt gibt es rund 1000 Pistazienproduzenten, die durchschnittlich 1 ha Land bewirtschaften. Die Sagra del Pistacchio di Bronte findet jährlich Ende September und Anfang Oktober statt. Hier werden zahllose leckere Produkte aus Pistazien angeboten. Begleitet wird das Fest von Theateraufführungen, Musik und Ausstellungen diverser Handwerker und Künstler. Mit dem Bus geht es zurück zum Hotel.
 
8. Tag: Heute verabschieden Sie sich von Sizilien
 
Nach dem Frühstück checken Sie aus und kommen mit Ihrem Gepäck zum Bus. Abfahrt zum Flughafen von Catania. Abflug ist um 09:10 Uhr und die Ankunft in Luxemburg um 11:45 Uhr. Anschließend Rückfahrt ins Saarland
 
 
Leistungen: 
 
Flughafentransfer vom Saarland zum Flughafen und zurück.
Flug mit Luxair von Luxemburg nach Catania und zurück, inkl. 23 kg Freigepäck und 1 Handgepäckstück, Flughafensteuer und Sicherheitsgebühren.
5x Übernachtung mit HP in einem 4* Hotel.
2x Übernachtung mit HP im 4* Hotel Santa Tecla. (www.hotelsantatecla.it)
Alle Zimmer mit Dusche/Bad und WC und Klimaanlage.
Frühstück und Abendessen als Büffet.
Rundreise im Reisebus mit Klimaanlage.
Deutsch und italienisch sprechende Reiseleitung von Anfang bis Ende der Reise.
Deutschsprechende Reiseführung auf der Reise.
24 Std. Notruftelefon  
 
 
Extra-Leistung (zusätzlich buchbar):
Sizilien Spezial Paket B2 (MP)
Mittagessen mit Wasser und Wein: 1. - 7. Tag
zum Abendessen Wasser und Wein: 1. - 5. Tag
 
 
Reisetermin: 
11.10. - 18.10.2019
Flug ab Luxemburg mit Luxair
 
 
Preis: 
p. Person mit HP im DZ                      1.160,00 € 
Einzelzimmerzuschlag                          160,00 € 
Sardinien Spezial Paket B2 (MP)              130,00 €
Abholung an der Haustür                      auf Anfrage 
Reiserücktrittschutz                               auf Anfrage